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hier gibt's was umsonst !

Tipps+Tricks


Modell Animation mit Stop-Motion-Armaturen- "der gefilmte Puppentrick"
ist kein Film, sondern eine fotografierte Bildgeschichte, die Sie aus Einzelbildern
zusammensetzen und so in einen Film verwandeln.

wie ein Stop-Motion-Film entsteht:

1. Geschichte schreiben oder Sketch suchen
2. Drehbuch schreiben
3. Drehbuch vertonen / Hörspiel anfertigen
4. die entsprechenden Puppen anfertigen und anziehen
5. Szenenbild / Szenenbilder festlegen und bauen
6. Accessoires anfertigen bzw. beschaffen
7. einzelne Szenen gemäß vertontem Drehbuch fotografieren
8. Einzelbilder bearbeiten und in Filmszene umsetzen
9. Filmszenen gemäß fertiger Tonspur bearbeiten
10. Filmszenen zum fertigen Film zusammen schneiden
11. Titel anfertigen
12. Musik für Titel suchen und überspielen
13. Fertigen Film auf DVD brennen

Der Zeitaufwand für die Anfertigung eines Trickfilms ist gewaltig. Allein die Vorbereitungen: die Anfertigung der Darsteller, Kulissen, der Accesoires verschlingen Stunden,Tage und Wochen.
Das Fotografieren, die Aufnahme der einzelnen Bewegungen der Darsteller wird
niemandem in einem Durchgang gelingen, da sind häufig 4-5 Versuche notwendig.
Ein Rechenbeispiel:
Sie haben ein Musikstück von 3 min Länge.In diesem Rahmen soll die Handlung
stattfinden. 3 min sind 180 sec. mit 25 Bilder/ sec. benötigen Sie also 4500 Bilder.
Nehmen wir an , Sie schaffen ein Bild in etwa 10 sec.,dann brauchen Sie also
mindestens 750 min also 12,5 Std. Wenn Sie am Tag 1 Std.für Ihr Hobby zur
Verfügung haben, sind das 12,5 Tage ! Sie können jedoch mindestens von der
5-fachen Zeit ausgehen.

Und dann sollten Sie die notwendigen Speicherkapazitäten Ihres PC's beachten.
Ein Beispiel : mein Trickfilm: "der Bauerndoktor Michel" mit einer Länge von 10 Minuten besteht aus 8007 Dateien in 159 Ordnern und braucht 32,5 GB auf der Festplatte. Der fertige Film hat schließlich 374 MB.

 

Fritze Bollmann beim Angeln

mit einfachen Mitteln Illusionen schaffen- z.B.das "Wasser" sind Plastik-Säcke,die ich in Streifen von ca.30 cm breite geschnitten habe und darunter wurden Nylonschnüre gespannt.Da die Plastik-Säcke bedruckt waren,musste ich Seerosen anfertigen und damit die Aufdrucke abdecken.Unter dem Boot befindet sich eine Mechanik, die es ermöglicht,den Kahn "schaukeln" zu lassen- aber Bild für Bild und nicht "einfach so" !Details auf diesem Bild können Sie sehen, wenn Sie auf das Bild klicken !

und hier einige Tipps:
man kann heute jedes digitale Foto leicht korrigieren und verändern. Aber was tun, wenn man eine ganze Szene aufgenommen hat und Beleuchtungsschwankungen aufgetreten sind ? Beginnen Sie von vorn ! Es kostet weniger Zeit und wird besser, wenn Sie folgendes beachten :

  • dunkeln Sie den Raum in dem Ihre Bühne steht ab.Vermeiden Sie, das Tageslicht eindringt.
  • wählen Sie an Ihrer digitalen Kamera die manuelle Belichtungseinstellung und machen Sie diverse Probeaufnahmen- fixieren Sie die Blende.Falls Sie die Aufnahmen unterbrechen müssen,schreiben Sie sich die gewählten Einstellungen auf.
  • Fotografieren Sie eine Sequenz, eine Szene von Anfang bis zum Ende,denn Sie werden nie wieder exakt die gleiche Stellung der Kamera einstellen können.
  • Falls Sie versehentlich gegen das Stativ gestoßen sind, wählen Sie eine neue Einstellung- einen anderen Bildausschnitt,etwas näher dran oder etwas weiter weg,mehr von der Seite usw.
  • verwenden Sie stabile Stative und sorgen Sie für Platz neben dem Stativ, damit Sie nicht versehentlich dagegen stoßen
  • fixieren Sie das Stativ: ich habe z.B. an meinem Stativ 2 Gewindestangen M8 in 1 m Länge montiert und verschraube damit das Stativ mit der Hauptbühne bzw.mit dem Rahmen der "blue box".
  • Lösen Sie die Kamera nicht per Hand aus, sondern verwenden Sie den Fernauslöser. Ich mache das vom PC aus.Bei meiner Pentax gibt es ein ein Programm Pentax Remote Assistant3, damit kann man Auslösen und das Ergebnis gleich im Monitor begutachten.
  • bevor Sie beginnen: befassen Sie sich mit der "Körpersprache" und schauen Sie sich Bücher über Pantomimen an.Spielen Sie die Szene selbst vor einem Spiegel vor,die Ihr Darsteller "spielen" soll. Ihre Trickfilmpuppe sagt alles mit dem Körper,den Händen, dem Kopf- aber sie spricht auch nur damit.
  • beachten Sie : Trickfilm-Puppen haben große Köpfe mit großen Augen- also bewußt eine ähnliche Figur wie ein kleines Kind und nicht die Proportionen eines Erwachsenen.

Meine Entwicklung auf diesem Gebiet- also den Erfahrungsschatz aus etwa 30 Jahren- habe ich auf einen Chip zusammengestellt.Diese 90 Minuten sind sehr lehrreich, weil man dort alle möglichen Fehler erkennen kann. Das sind insgesamt 10 Filme. Natürlich dürfen diese Filme nicht veröffentlicht werden.
Rechtlich betrachtet ist eine unerlaubte Vervielfältigung gemäß § 106 UrhG ohnehin nicht erlaubt und strafbar.
Jeder, der diese Filme (Schutzgebühr 450,-€) kauft, hat das Recht, mich zu fragen und meine Hilfe bei eigenen Projekten in Anspruch zu nehmen.